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Forsa-Umfrage

Breite Akzeptanz für Windenergie

Foto: Stefan Sauer/picture alliance/ZB

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Windräder in der Nähe einer Dorfkirche in Mecklenburg-Vorpommern.

Margit Hildebrandt, 31.10.19
Eine repräsentative Umfrage kommt zu dem Ergebnis: Die „schweigende Mehrheit“ ist zu großen Teilen für den Bau von Windkraftanlagen. Das gilt auch in ihrem direkten Umfeld.

78 Prozent der in der Nähe von Windrädern lebenden Bürger sind mit den Anlagen „voll und ganz“ oder „eher“ (jeweils 39 Prozent) einverstanden. Dies belegt die aktuelle Umfrage zur Akzeptanz der Windkraft im Auftrag der Fachagentur Windenergie an Land (FA Wind), die das Institut Forsa seit 2015 durchführt. Auch 70 Prozent der Befragten ohne Windräder in der näheren Umgebung hätten demnach keine großen Bedenken, sollten dort welche gebaut werden. Grundsätzlich finden 82 Prozent der Befragten den Ausbau im Rahmen der Energiewende wichtig, der Wert bleibt damit über die Jahre sehr stabil (siehe Grafik).

Sogar noch größer ist die Zustimmung zur Windenergie in der Gruppe der sogenannten „schweigenden Mehrheit“. Dazu werden in der Umfrage diejenigen gezählt, die sich nicht öffentlich zu Windenergie vor Ort positionieren würden, indem sie gegen oder für die Windräder demonstrieren. 86 Prozent dieser Gruppe halten den weiteren Ausbau für wichtig oder sehr wichtig, 85 Prozent sind mit bestehenden Anlagen in ihrem direkten Umfeld einverstanden.

Vergünstigter Strom käme gut an

In Akzeptanzdebatten um die Windenergie wird häufig auf die vermeintliche Ablehnung durch diese Gruppe verwiesen. „Die Zustimmung zur Energiewende ist in der Bevölkerung ungebrochen hoch. Die neue Umfrage zeigt, dass auch die vermeintlich so umstrittene Windkraft an Land sehr breit getragen wird: Es gibt keine ‚schweigende Mehrheit‘, die die Windkraft-Gegner stützt, das Gegenteil ist der Fall“, kommentierte Olaf Bandt von der Naturschutzorganisation BUND die Ergebnisse. Zu ihnen gehört auch, dass 82 Prozent der Befragten es zur Stärkung der Akzeptanz wichtig fänden, dass die Einnahmen aus Windparks von Gemeinden zur Verbesserung der Lebensverhältnisse eingesetzt werden können. 79 Prozent nennen vergünstigte Strompreise als geeignete Maßnahme.

Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa hat 1013 Menschen dazu am Telefon befragt. Mitte Oktober hatte auch die Agentur für Erneuerbare Energien eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov unter 1003 Personen veröffentlicht, laut der neun von zehn Bürgerinnen und Bürgern (89 Prozent) einen stärkeren Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland unterstützen würden.

 

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